Informationen rund um Schnürsenkel und Schuhzubehör!

Schuhband.ch Blog-Start

Willkommen im neuen Blog der Webseite schuhband.ch ! Hier werden wir Ihnen in Zukunft regelmässige Neuheiten rund um Schuhe, Schnürsenkel und Schuh-Zubehör präsentieren.

Egal ob es sich um neue Schliesssysteme für moderne Sportschuhe handelt, robuste und lange Schnürsenkel für Bergschuhe oder Wanderstiefel. Auch edle Lederschuhe, Stiefel, Sneaker oder Stiefeletten kommen nicht zu kurz. Wir Informieren Sie über Neuheiten, Entwicklungen oder neue Produkte.

Unterschiedliche Begriffe für die gleiche Sache

Wussten Sie eigentlich, für Schnürsenkel gibt im Deutschen Sprachraum sehr viele unterschiedliche Begriffe. Zum Beispiel: Schnürbänder, Schnürriemen, Schuhriemen, Schuhnestel, Schuhbanderl oder Schuhbändel, Schnürrbändel, Nestel (Schweiz, Baden-Württemberg, Pfalz, Vorarlberg, Franken) bzw. Schuhbänder (Österreich).

Herkunft des Wortes „Schnürsenkel“

Das Wort Schnürsenkel setzt sich aus zwei, früheren Begriffen zusammen:

  • Der „Senkel“ war im Mittelalter eine Schnur an dessen Ende ein Lot (Gewicht/Senkblei) hing. Mit Ihm wurden, vor allem auf dem Bau, senkrechte Linien gezogen. Daher kommt auch der Ausdruck „Jemanden in den Senkel stellen“. Also ihn oder etwas „ausrichten“, in die „richtige“ Position bringen.
  • Der Begriff „Schnüren“ entstand dann auf Umwegen. Man benutze den „Senkel“, also eine Schnur zu erst um Kleidung zuzubinden. Knöpfe kannte man lange nicht. Also „schnürte“ man etwas zu.
  • Als dann immer mehr Schuhe gebunden wurde, nutze man die „Senkel“ um den Schuh zu „schnüren„. Daraus entstand dann das Wort „Schnürsenkel„.

Unterscheidung der einzelnen Typen

Schnürsenkel werden heute durch verschiedene Kriterien unterschieden. Form, Material und Herstellung. Die Form ist dabei für den Halt verantwortlich. Das Material für die Haltbarkeit. Die Herstellungsart verstärkt die beiden anderen Kriterien.

Die Form der Schnürsenkel entscheidet über den Halt

Die Form wird hauptsächlich nach dem Einsatz ausgewählt.

  • Rundsenkel: Die meisten Schuhe haben runde Metallösen durch die die Senkel gezogen werden. Für sie sind Rundsenkel gedacht. Denn dabei liegt am meisten Fläche der Schnürsenkel in den Ösen an den Kanten an, so dass sich die Schnürsenkel nicht so leicht lösen können.
  • Flachsenkel: Turnschuhe, Sneaker oder Sportschuhe haben traditionell grosse, runde Metallösen durch die die Senkel gezogen werden. Damit die Auflagefläche dabei noch grösser ist, verwendet man dafür Flachsenkel. Beim Sport entstehen grössere Kräfte, also müssen die Senkel auch besser halten.
  • Ovale Senkel: Bergschuhe, Schlittschuhe oder andere Outdoor-Schuhe haben oft Metall-Laschen um die Schnürsenkel zu binden. Damit dort die Senkel den besten Halt haben, nutzt man dafür ovale Senkel – auch Halbrund genannt.
  • Eckige Senkel: Eckige Senkel werden meist nur zu Show eingesetzt. So z.B. bei Ledersenkeln in Haferlschuhen.

Das Material der Schnürsenkel ist für die Haltbarkeit verantwortlich

  • Baumwolle: Die meisten klassischen Schnürsenkel werden aus Baumwolle gefertigt. Sie haben sich für den normalen Einsatz als haltbar und praktisch heraus kristallisiert. Man kann sie gut schnüren und sie halten gut und lange.
  • Kunstfasern: Besonders Sportschuhe haben heute oft Senkel aus Kunstfasern. Sie sind leichter als Baumwolle und können ruhig nass werden. Natürlich sind Senkel aus Kunstfasern auch billiger. Gegenüber Senkel aus Baumwolle halten sie aber nicht so gut. Sie können auch leichter brennen.
  • Leder: Ledersenkel werden heute meist bei Schuhen als Bestandteil einer Tracht oder speziellen Schuhen genutzt. So zum Beispiel bei Bootsschuhen oder Haferlschuhen. Oft sind Ledersenkel eckig und halten dadurch nicht gut, machen aber optisch viel her.
  • Mischformen: Es gibt Senkel in denen Baumwolle und Kunstfaser gemischt ist. Dabei sollen die Vorteile der beiden Materialien genutzt aber die Nachteile reduziert werden. Bei Bergsteiger sind sie z.B. beliebt.

Die Herstellungsweise verstärkt die vorhergehenden Kriterien

Schnürsenkel werden aus feinen Fäden entweder gewebt, geflochten oder gestrickt. Alle drei Methoden liefern unterschiedliche Oberflächen und damit Unterscheidungen in Haltbarkeit und Haftung der Senkel.

  • Geflochten: Flechten ist die einfachste Form der Herstellung für Schnürsenkel. Dabei werden parallel liegende Fäden in einander verschlungen. Das gibt ein lockeres Muster an Fäden. Die Senkel sind meist weich, schmiegsam und locker. Man kann sie deshalb auch nur locker binden.
  • Gewebt: Beim Weben werden die Fäden jeweils im rechten Winkel zum anderen Faden miteinander verwoben. Das bildet ein enges Muster und damit mehr Halt. Gewebte Senkel sind deshalb kräftiger und halten besser. Man kann sie deshalb auch straff schnüren.
  • Gestrickt: Beim Stricken werden die Fäden miteinander umschlungen. Das gibt ein gutes, strukturiertes Muster, welches locker oder fest hergestellt werden kann. Man verbindet sozusagen die beiden Methoden „Flechten“ und „Weben“. Jedoch ist diese Herstellung aufwändiger und teurer. Deshalb gibt es sie heute kaum noch.

Die meisten Schnürsenkel werden heute gewebt. Senkel werden meist dann geflochten oder gestrickt, wenn sie modischen Aspekten genügen sollen. 

 

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